Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat am Dienstag (06.01.2026) die Tür für eine Beteiligung des spanischen Militärs an einer hypothetischen Friedensmission auf ukrainischem Gebiet geöffnet.
Sánchez kündigte auf einer Pressekonferenz in Paris nach seiner Teilnahme an der Sitzung der Freiwilligenkoalition für die Ukraine an, dass er am kommenden Montag eine Runde mit Vertretern der parlamentarischen Fraktionen beginnen werde, um den Beitrag Spaniens zu einer Friedensperspektive in diesem Land zu analysieren.
Ein Beitrag, der seiner Meinung nach sowohl aus Sicht des Wiederaufbaus als auch aus militärischer Sicht geleistet werden muss. Auf die Frage, ob er folglich mit einer möglichen Beteiligung des spanischen Militärs an einer Friedensmission rechne, versicherte er, dass er bereit sei, wie Spanien es „in anderen Breitengraden” getan habe, mit der Präsenz der spanischen Streitkräfte zum Frieden beizutragen. „Wenn wir das in anderen Teilen der Welt getan haben, warum sollten wir es dann nicht auch in Europa tun?”, betonte er.
Er erklärte, dass die spanische Außenpolitik gegenüber der Ukraine stets darin bestanden habe, ihren Kampf für die Freiheit auf vielfältige Weise tatkräftig zu unterstützen, mit wirtschaftlicher und militärischer Hilfe und durch die Aufnahme Tausender Ukrainer.
In Übereinstimmung damit betonte er, dass Spanien „als großes europäisches Land” an den Entscheidungen beteiligt sein werde, die im Falle eines Waffenstillstands getroffen werden, um den Frieden zu festigen. Ein Beitrag, der seiner Meinung nach sowohl aus Sicht des Wiederaufbaus als auch mit „militärischen Kapazitäten” geleistet werden müsse.
Auf die Frage, ob er daher mit einer möglichen Beteiligung spanischer Soldaten an einer internationalen Friedensmission rechne, versicherte er, dass er bereit sei, wie Spanien es „in anderen Breitengraden” getan habe, mit der Präsenz der spanischen Streitkräfte zum Frieden beizutragen. „Wenn wir das in anderen Breitengraden getan haben, warum sollten wir es dann nicht auch in Europa tun?”, fügte er hinzu, bevor er versicherte, dass er das Parlament informieren werde, wenn all dies konkret werde.
Aber vorerst wird er nächste Woche diese Runde mit den Fraktionen leiten, in der er auf die Frage, ob er den Vorsitzenden der PP, Alberto Núñez Feijóo, einbeziehen werde, dies als selbstverständlich bejahte und erklärte, dass er mit den Verantwortlichen fast aller Parteien sprechen werde, da er bisher Vox nicht in diese Art von Runden einbezogen habe. Nach Ansicht des Regierungschefs gibt es Hoffnung, dass 2026 das Jahr sein wird, in dem der Krieg in der Ukraine endet, und Spanien muss an dieser Lösung beteiligt sein.
Quelle: Agenturen





